Blog-Start: 90 Jahre Ducati

Puh, mein erster Beitrag. Tja, was schreibe ich da bloß…

Dieses Projekt wird für mich ganz schön aufregend, da ich bis jetzt nur einen Blog auf Tumblr habe, der hauptsächlich mit Fotos gefüllt ist. Mit aktuell rund 600 Followern ist der auch gar nicht so schlecht besucht. Zudem habe ich eine Seite auf Instagram. Nun habe ich aber gedacht, dass es wirklich an der Zeit ist, diese Fotos auch mit Text zu begleiten.

Also, was kann ich Euch zum Thema Motorrad erzählen? Ihr bekommt Infos zu meinem Bike – einer BMW – und allem Zubehör, das ich so mit mir rum schleppe. Dazu Berichte zu Kombis, Preisvergleiche, Tipps zu Motorradzubehör und günstigen oder teuren Pflegemitteln. Tourenfahrten möchte ich Euch auch näher bringen und bei Events in der Umgebung von Neuss und Düsseldorf werde ich auch ab und zu am Start sein. Und mit so einem Event geht es auch direkt los.

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Ducati Düsseldorf feierte am 21. Mai mit den Italo-Days das 90-jährige Bestehen und ich bekam Gelegenheit, die Panigale 959 Probe zu fahren. Ihr kennt das Bike bestimmt, es ist eine atemberaubende rote (oder weiße, je nach gewählter Lackierung) Schönheit.

Das erste Mal probesitzen war also total aufregend. Sofort fällt auf, dass die 959 im Vergleich mit meiner S1000RR etwas schlanker geraten, etwas kleiner und das Chassis übersichtlicher gestaltet ist. Zu wissen, dass fast 160 Zweizylinder-PS die Panigale antreiben, macht mich noch vor dem ersten Start leicht nervös. Wie reagiert das Triebwerk? Mache ich direkt einen Wheelie oder bleibt das Vorderrad am Boden? Das lässt sich herausfinden.

Also nix wie hin zum übelst vollbärtigen, übelst sonnenbebrillten, übelst cappy-tragenden Ducatisti, der die Bikes für die Fahrten verteilt. Er macht normalerweise die Ducati Renntrainings, sagt er. Echt netter Typ. Nach kurzem Schnack ist alles geritzt, eine Unterschrift später sitze ich schon im heiß ersehnten Sattel.
Die S1000RR ist schon speziell, aber doch recht human zu sitzen.  Da erstaunt mich die Duc – total geil, wie sich das anfühlt, so mit eingestecktem Zündschlüssel und gar nicht unbequem für meine 1,82 m. Was jammern denn meine Stammtischkollegen da immer rum? Ich verstehe es nicht. Von wegen Rücken. Weicheier.

Also auf geht’s. Zündung an und endlich höre ich sie live. Meine Göttin, mein Topmodel. Kein Donnern, kein Gröhlen, aber ein dumpfes, sattes Bollern das mich ungemein befriedigt. Kupplung langsam kommen lassen, ich rolle die Ausfahrt raus. Gefühlte 50 Leute sehen mir dabei zu. Jetzt bloß nichts falsch machen, ich will mich nicht blamieren. Doch genau das passiert mir. Oh Gott, wie peinlich. Abgewürgt. Dauert zwei Versuche, bis meine Linke sich an den Schleifpunkt gewöhnt – BMW-Fahrer kennen das. Man braucht schon Kraft für die Kupplung der S1000RR, für die Ducati deutlich weniger, so ist das eindeutig besser und sanfter zu schalten. Leider hat wegen der hohen Nachfrage an diesem Tag jeder nur ungefähr 30 Minuten für eine Probefahrt Zeit.

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Mein Kumpel Frank begleitet mich auf der Ducati Multistrada S. Und so knallen wir durch Düsseldorf, sind wir beide keine Freunde der Langsamkeit und leise kennt man uns schon gleich gar nicht. Schon auf den ersten Metern verliebe ich mich in den Sound und das Handling der Ducati. Das Teil rotzt und brabbelt trotz neuer EU-Richtlinie! Danke, an den Sound-Techniker bei Ducati. Danke, Danke, Danke. Ich jauchze und gluckse unterm Helm vor mich hin.

Das Fahrverhalten ist nicht weit von meiner BMW entfernt. Aber wo die BMW total treu und neutral ist und macht was ich will, wann ich es will, scheint die Ducati thelepatisch zu wissen, was ich möchte, wann ich es möchte. Sie lässt sich auf den Millimeter genau dirigieren, lediglich die vordere Bremse ist etwas schwammig. Aber Hölle, was für ein Gefühl für das Vorderrad!

An der nächsten Ampel bollern unsere beiden roten Göttinnen vor sich hin. Männer gucken. Was mich erstaunt: Frauen und Kinder gucken auch. Nicht verärgert, sondern voll der Freude und – hat sie mir etwa gerade zugezwinkert? Etwa, weil die beiden Bikes rot sind? Oder liegt es am italienischen, extrem markanten Design? Oder an der Sound-Show, mit der wir den Porsche locker einsacken. Auf der BMW passiert mir das in der Form nie. Ducati fahren hat auch noch etwas Anderes. Etwas, das man nicht mit Worten fassen kann. Man erfässt es mit der Seele. Und mit allen Sinnen. Im wahrsten Sinne des Wortes: zwischen meinen Beinen wird es langsam richtig heiß, wir stehen an zu vielen Ampeln. Leider ist die halbe Stunde viel zu schnell rum, immerhin auf der Stadt-Autobahn mal kurz die 200 geknackt und festgestellt, dass die Multistrada mehr Dampf hat, da müssen wir auch schon wieder zurück. Geil war es.

Wenn Ducati Düsseldorf mitspielt, werde ich auch noch sehr ausführlich über die Panigale 1299 S berichten, drückt bitte die Daumen 😉.

Danke für’s Lesen. Kommentiert, was Ihr Euch von mir wünscht oder was ich bereits jetzt besser machen kann, sachliche Kritik ist immer gern gesehen.

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4 Gedanken zu “Blog-Start: 90 Jahre Ducati

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