Saisonstart bei Kohl Motorrad in Grevenbroich

Trotz Regenwetter gute Stimmung war am 18. März bei Kohl Motorrad in Grevenbroich. Das Team von Kohl hatte Stammkunden und Interessierte eingeladen und präsentierte die 2017er BMW-Modellpalette. Bereits kurz nach der Ankunft wurde ich von Dirk Ellinger aufs Herzlichste begrüßt. Auch Gina Bowinkelmann war vor Ort, sie hatte schließlich zur Eröffnung geladen. Text: Tobias Vögerl

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Auch ein paar Jungs der örtlichen Knieschleifer-Truppe ließen sich blicken, aber genau so viele andere nette Gäste mit denen man schnell ins Gespräch kommen konnte. Getränke und Grillgut war umsonst – eine tolle Geste, die sich Kohl für seine Gäste ausgedacht hat. Danke dafür.

BMW R NineT Modelle

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Erinnert an die bei Booten und U-Booten entliehenen Formen der 50er und 60er: BMW R NineT Racer. Foto: Bettina Franken

Da das Wetter aber wirklich schlecht und die Straßen dementsprechend nass und rutschig waren, hatte ich etwas Respekt vor den Scrambler-Varianten der R NineT mit grobstolligem Metzeler Karoo 3. Auf einer weiteren R NineT Scrambler Special Edition war der K60 Scout von Heidenau aufgezogen. „Eigentlich ein guter Zeitpunkt um mal so einen groben Reifen ausgiebig bei Regen zu testen.“ flüsterte mir das Engelchen ins linke Ohr, „3000 Euro Selbstbeteiligung.“ das Teufelchen ins rechte. Bedauerlicherweise musste ich dem Teufelchen zustimmen, da mir Dirk vorher noch vom gewöhnungsbedürftigen Einkippverhalten der Grobstoller erzählte. Besser also, diese Erfahrung erstmal bei trockenem Wetter anzugehen. Da ich die R NineT  mit ordentlichen Reifen auf dem ADAC Testgelände in Grevenbroich bereits ordentlich um die Kurven gejagt habe, interessiert mich allen voran die neue 2017er GS.

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BMW „White-Frozen“ R nineT Scrambler mit AC Schnitzer und „Light Bomb“ Bi-LED Scheinwerfer. Foto: Kohl Motorrad

BMW R 1200 GS mit Fahrbericht

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2017 BMW R 1200 GS Triple Black. Foto: BMW Motorrad

Nicht nur aufgrund des Wetters entschied ich mich für die flammneue und wunderschöne 2017er R 1200 GS. Nach kurzem Plausch und Austausch sämtlicher Nummern mit Gina durfte ich aufsitzen, sogar mit meiner GoPro.

Im Vergleich zu meiner 2005er GS ist die Neue mit allen elektronischen Helfern gesegnet, die es gibt. Trotzdem ist dieses Motorrad ein Motorrad geblieben, man merkt die elektronischen Helfer inzwischen gar nicht mehr, oder kaum noch. Sieht man von dem deutlich aggressiveren und moderneren Design ab, gibt es so große Unterschiede zu meinem Modell auf den ersten Blick nicht. Die Sitzposition und die Übersicht sind ungefähr gleich geblieben. Nur der leicht härtere (vermutlich weil neue) Sitz, die dünnen Griffe, die kleinen Spiegel und das andere Cockpit lassen mich erkennen, hier auf einem anderen Motorrad zu sitzen. Über viele technische Überarbeitungen und Modelle hinweg hat es BMW geschafft, dieses typische GS-Gefühl zu erhalten. Großartig! Und ganz ehrlich – hätte Batman ein Motorrad für den Alltag, ich bin der Meinung es wäre eine GS.

Die Technik in der 2017er GS ist natürlich Welten von meiner entfernt. Übrigens auch das Gewicht. Die 2017er GS wiegt mit allem drum und dran etwa 260 Kilogramm vollgetankt – fast 40 Kilogramm mehr. Was nach dem schlüssellosen Start per Knopfdruck sofort auffällt: das Knallen beim Gas wegnehmen ist nahezu komplett weg und die Gasannahme erfolgt ohne jegliches Spiel. Kann man bedauern, braucht man aber beim Fahren nicht. Der Klang im Vergleich zum direkten Vorgänger ist zudem etwas leiser geworden. Wo die 2012er noch bollerte wie ein wildgewordener Ochse, ist die 17er mehr so die zahme Milchkuh – EU sei Dank. BMW selbst kann da natürlich nichts für, man hält sich einfach nur an gesetzliche Normen. Wie man in Foren liest, war das aber auch der Wunsch von vielen Tourenfahrern. Allen anderen sei zu einem anderen Auspuff geraten. Davon ab zieht der neue Motor sogar im RAIN-Modus überragend souverän und überschaubar von ganz unten hoch. Und sogar bei gedrosselter Leistung noch bei 200 km/h gut vorwärts. Das Handling selbst ist mit Vergleich zur 2005er direkter geworden, die Federung und Dämpfung (Gott sei Dank) deutlich härter, das höhere Gewicht merkt man dem Motor nicht an, nur in der ein oder anderen Kurve muss man mit einem Hauch mehr Druck arbeiten. Ab 160 km/h zeigt sich, dass das kleinere Windschild mit meinem Schuberth S2 Sport viel besser harmoniert als das Original-Windschild meiner 2005er. Wer sich für den Helm interessiert, sei dieser Artikel ans Herz gelegt. Diejenigen, die 200 als angenehme Reisegeschwindigkeit empfinden, werden trotzdem schnellstmöglich ein größeres Windschild haben wollen.

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